Durch die geplante Errichtung von 14 neuen Stadthäusern auf dem bisherigen Garagenhof am Wagnerring werden mittelfristig 77 Garagenstellplätze entfallen. Dem stehen lediglich 14 neue Stellplätze für die dort entstehenden Familienhäuser gegenüber. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass mit den 14 neuen Wohneinheiten lediglich 14 zusätzliche Fahrzeuge in das Quartier kommen. Damit droht sich der ohnehin bestehende Parkdruck im Komponistenviertel weiter erheblich zu verschärfen.

Bei dem Gebiet handelt es sich um ein klassisches Arbeiter*innenviertel, in dem viele Menschen auf das Auto angewiesen sind, insbesondere für den Weg zur Arbeit. Die vorhandenen Busverbindungen decken dabei nicht für alle Bewohner*innen die erforderlichen Arbeitszeiten und Wege ab. Umso wichtiger ist es, frühzeitig nach Lösungen zu suchen, die sowohl kurzfristig für Entlastung sorgen als auch mittel- und langfristig eine ausreichende und stadtverträgliche Stellplatzversorgung im Quartier sicherstellen. Ein Quartiersparkhaus oder ein geeigneter Quartiersparkplatz könnte dabei eine Möglichkeit sein, den ruhenden Verkehr zu bündeln und den Parkdruck im Wohngebiet nachhaltig zu reduzieren.