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Sonderausgabe Newsletter 03/2026

Kære venner,

Kiel lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Die Berichte aus den Ortsbeiräten zeigen, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter unserer Kommunalpolitik steckt, von der direkten Unterstützung der Nachbarschaft bis zur Gestaltung der Stadtentwicklung. Solches Engagement ist das Fundament für eine Politik, die nah an den Menschen ist und konkrete Verbesserungen in den Stadtteilen ermöglicht.
Gleichzeitig wird deutlich, dass Verantwortung auf mehreren Ebenen gefragt ist. In Gaarden zeigt die Sicherheitspartnerschaft erste Wirkung, doch die Menschen müssen spüren, dass Sicherheit, soziale Hilfen und attraktive öffentliche Räume Hand in Hand gehen. Drogenkonsumräume, Kontaktangebote und eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung sind zentrale Elemente, um den Stadtteil langfristig lebenswert zu gestalten.
Und schließlich steht Kiel vor großen stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen, etwa auf dem MFG-5-Gelände in Holtenau. Die Rückkehr der Marine kann Chancen für Wirtschaft und Arbeitsplätze bringen, gleichzeitig darf sie Wohnraum und Infrastruktur nicht blockieren. Eine offene, transparente Debatte mit breiter Beteiligung der Kieler*innen ist hier unverzichtbar, um unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen.
Für uns gilt: Kiel braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, klare Konzepte und eine Politik, die Chancen nutzt und Lebensqualität für alle sichert.

Eure SSW-Ratsfraktion Kiel

Ortsbeiräte und Ehrenamt: Engagement vor Ort ist das Fundament der Kommunalpolitik

Die Berichte über mehrfach engagierte Mitglieder des SSW in den Kieler Ortsbeiräten machen deutlich, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter der Kommunalpolitik steckt. Ortsbeiräte sind für viele Bürgerinnen und Bürger die erste Anlaufstelle, wenn es um Probleme oder Ideen aus dem eigenen Stadtteil geht. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich oft dieselben engagierten Menschen mehrfach einbringen, um diese wichtige Arbeit zu leisten. Dieses Engagement ist ein starkes Zeichen dafür, wie ernst viele Ehrenamtliche die Verantwortung für ihre Stadtteile nehmen.

Die Arbeit in Ortsbeiräten und kommunalen Gremien ist dabei weit mehr als nur die Teilnahme an Sitzungen. Viele Ehrenamtliche investieren einen erheblichen Teil ihrer Freizeit, bereiten Themen vor, führen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und bringen Anliegen aus den Stadtteilen in die politische Diskussion ein. Gerade diese Nähe zu den Menschen macht Kommunalpolitik so besonders: Häufig sind es konkrete Verbesserungen im direkten Lebensumfeld – von kleineren Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu größeren Stadtentwicklungsprojekten – die aus diesem Engagement entstehen.

Umso wichtiger ist es, die Arbeit der Ortsbeiräte und das ehrenamtliche Engagement in der Kommunalpolitik weiterhin zu stärken. Wer sich in diesem Umfang für seine Stadt einsetzt, verdient Anerkennung und Unterstützung. Eine lebendige Kommunalpolitik lebt davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen ihrer Stadtteile aktiv einzubringen. Die Ortsbeiräte bleiben deshalb ein unverzichtbares Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und der politischen Arbeit im Rathaus.
Umso wichtiger ist es, die Arbeit der Ortsbeiräte und das ehrenamtliche Engagement in der Kommunalpolitik weiterhin zu stärken. Wer sich in diesem Umfang für seine Stadt einsetzt, verdient Anerkennung und Unterstützung. Eine lebendige Kommunalpolitik lebt davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen ihrer Stadtteile aktiv einzubringen.
- Marcel Schmidt
Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Sicherheitspartnerschaft Gaarden: Menschen vor Ort müssen Veränderungen spüren

Die Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land soll helfen, die Drogenproblematik in Gaarden besser zu bewältigen. Wir danken der Stadtverwaltung für die Antwort auf die Kleine Anfrage und nehmen die bisher umgesetzten Maßnahmen wohlwollend zur Kenntnis. Gleichwohl konzentrieren sich viele der bislang umgesetzten Maßnahmen jedoch stark auf den Bereich rund um das Karlstal – etwa durch bessere Beleuchtung, häufigere Reinigung oder verstärkte Kontrollen. Diese Schritte sind grundsätzlich zu begrüßen, dennoch bleibt für viele Menschen im Stadtteil unklar, welche konkreten Veränderungen die Sicherheitspartnerschaft insgesamt bewirken soll. Gleichzeitig darf der Blick nicht nur auf einen einzelnen Bereich fallen: Auch in anderen Teilen Gaardens gibt es Angsträume und Herausforderungen, etwa im Umfeld der Werft oder in weiteren Bereichen des Stadtteils.

Es ist positiv, dass Bewegung in das Thema gekommen ist. Einzelne Anpassungen zeigen, dass Maßnahmen wirken können. Die erweiterten Arbeitszeiten der Sozialarbeit, die sich stärker an der tatsächlichen Situation vor Ort orientieren, sind eine gelungene Anpassung. Hier muss konsequent weitergearbeitet werden. Gleichzeitig darf sich die Stadt nicht allein auf die Sicherheitspartnerschaft verlassen, sondern muss auch darüber hinaus Verantwortung übernehmen. Dazu gehört, den Drogenkonsumraum auf dem Ostufer endlich umzusetzen und insgesamt stärker an Lösungen zu arbeiten, anstatt Probleme nur zu verdrängen. Ebenso wichtig ist es, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen im Stadtteil zu stärken. Businesstreffs für Gewerbetreibende sowie eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum können als beispielhafte Maßnahmen einen neuen Fokus schaffen.

Entscheidend ist nun mehr Transparenz über Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse der Sicherheitspartnerschaft. Die Menschen in Gaarden müssen nachvollziehen können, was konkret passiert und welche Verbesserungen angestrebt werden. Gleichzeitig braucht der Stadtteil eine ganzheitliche Entwicklung: Sicherheit, soziale Hilfen, wirtschaftliche Perspektiven und attraktive öffentliche Räume gehören zusammen. Der Drogenkonsumraum und ein Kontaktladen auf dem Ostufer sind nach unserer Auffassung notwendige Einrichtungen, um den Konsumierenden einen sicheren und hygienischen Ort mitsamt Beratungsangeboten zu schaffen und so auch das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken. Nur so kann Gaarden langfristig für alle lebenswerter werden.
Entscheidend ist nun mehr Transparenz über Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse der Sicherheitspartnerschaft. Die Menschen in Gaarden müssen nachvollziehen können, was konkret passiert und welche Verbesserungen angestrebt werden.
- Jaqueline Hörlöck
Sozialpolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion Kiel

MFG-5-Gelände in Holtenau: Stadtentwicklung und Rückkehr der Marine gemeinsam denken

Die mögliche Rückkehr der Marine auf das ehemalige MFG-5-Gelände in Holtenau stellt Kiel vor eine große stadtentwicklungspolitische Herausforderung. Das Areal gilt als eines der wichtigsten Entwicklungsprojekte der Landeshauptstadt und sollte ursprünglich Raum für Wohnungen, Gewerbe und öffentliche Flächen schaffen. Besonders die Stadtteile im Kieler Norden wären von grundlegenden Veränderungen betroffen. Gleichzeitig berührt die Debatte auch die Frage nach der Identität der Stadt: Kiel ist historisch eng mit der Marine verbunden, zugleich braucht die Stadt dringend neuen Wohnraum und Perspektiven für eine ausgewogene Stadtentwicklung.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Diskussion sachlich und transparent zu führen und das Narrativ über die Zukunft des Geländes nicht allein anderen zu überlassen. Die Rückkehr der Marine kann durchaus Chancen mit sich bringen, beispielsweise durch neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse für die Region. Gleichzeitig müssen die Auswirkungen auf Wohnungsbau, Infrastruktur und Stadtentwicklung klar benannt und bewertet werden. Dazu gehört auch eine sorgfältige rechtliche Prüfung möglicher Szenarien, etwa im Hinblick auf Eigentumsfragen oder potenzielle Eingriffe des Bundes. Ebenso muss darüber gesprochen werden, welche Kompensationen es für die Stadt und insbesondere für die betroffenen Stadtteile im Norden geben kann, etwa bei Infrastrukturprojekten oder bei der Schaffung von Wohnraum an anderer Stelle.

Entscheidend ist, dass die Kielerinnen und Kieler in diese grundlegende Zukunftsfrage einbezogen werden. Auch wenn ein Bürgerentscheid zuletzt keine Mehrheit gefunden hat, bleibt eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft unerlässlich. Die Entwicklung des MFG-5-Geländes betrifft die gesamte Stadt und wird Kiel langfristig prägen. Deshalb braucht es eine offene Debatte darüber, wie wirtschaftliche Chancen, militärische Interessen und die städtebaulichen Ziele der Landeshauptstadt in Einklang gebracht werden können.
Die Entwicklung des MFG-5-Geländes betrifft die gesamte Stadt und wird Kiel langfristig prägen. Deshalb braucht es eine offene Debatte darüber, wie wirtschaftliche Chancen, militärische Interessen und die städtebaulichen Ziele der Landeshauptstadt in Einklang gebracht werden können.
- Marcel Schmidt
Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel
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